Archiv für den Monat: November 2014

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Antidepressiver Apfelpunschkuchen – süß, warm, lecker

Der Ursprung dieses Rezepts liegt im Galaktoboureko. Galaktoboureko wird aus Grieß, Eiern, Yufka- bzw. Filoblätter und Sirup gemacht. Er ist so eine Art Seelentröster der Griechischen Küche – angeblich setzen es findige griechische Mütter ein, um den entflogenen Nachwuchs an den heimischen Herd zu locken. Ob das wirklich so stimmt und funktioniert, weiß ich nicht so genau.

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Der Seelentrostaspekt funktioniert aber in jedem Fall. Besonders an nebligen, grauen, melancholischen Spätherbsttagen gibt es nichts besseres, als den Apfelpunschkuchen zu backen und noch warm zu essen.

 

 

 

Zutaten:
500 g Äpfel (geschält und vom Kernhaus befreit)
2 Bio-Zitronen
5 Eier (M)
1 Prise Salz
125 g Butter, weich
200 g Zucker
500 g Quark
100 g Grieß
3 Yufka- Blätter, extra dünn

50 ml Milch
30 g Butter

100 ml trockenen Weißwein
20 ml Rum
1 Zimtstange
2 cm rohen Ingwer
100 g Zucker
1 Stängel Zitronengras
1 Apfel

Zubereitung:
Die Äpfel schälen und vom Kernhaus befreien, sodass 500 g übrig bleiben. Die Zitronen abreiben. Den Abrieb braucht man später noch. Die Apfelstücke kleinschneiden und mit dem Saft einer Zitrone beträufeln. Auf diese Art werden sie nicht so braun. Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die weiche Butter schaumig rühren, dabei den Zucker einrieseln lassen. Die Eigelbe einrühren und das Ganze zu einer sehr schaumigen Creme schlagen. Jetzt kommen noch Quark, Zitronenabrieb einer Zitrone und Grieß dazu. Zuletzt die Apfelstücken einrühren und den Eischnee vorsichtig unterziehen. Geschickt ist es, die Yufka-Blätter schon jetzt zuzuschneiden (siehe weiter unten), zumindest dann, wenn man keine zweite Springform gleicher Größe zur Hand hat.

Mit dem Boden der Springform geht's ganz leicht.

Mit dem Boden der Springform geht’s ganz leicht.

Die Springform (26 cm) mit Backpapier auslegen und den Rand mit Butter einfetten. Die Apfelmasse in die Form füllen.

Für die Milchbutter 50 ml Milch und 30 g Butter schmelzen. Aus den Yufka-Blättern 3 Kreise ausschneiden, die so groß wie die Springform sind. Das erste Yufka-Blatt auf die Teigmasse legen und mit Milchbutter bestreichen. Anschließend mit Blatt 2 und 3 ebenso verfahren. An Milchbutter nicht sparen, sonst die werden die Blätter beim Backen sehr hart.

Den Kuchen 60 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad backen. Zwischendurch den Kuchen immer wieder mit etwas Milchbutter bestreichen. Nach dem Backen noch 15 Minuten stehen lassen.

Die Zeit des Backens ist keine Zeit des Müßiggangs. Währenddessen wird nämlich der Apfelpunsch zubereitet. Dazu alle restlichen Zutaten, also Weißwein, Rum, 2 EL Zitronensaft und Zitronenabrieb (von der zweiten Zitrone) usw. in einen Topf geben, aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Der Apfel muss bei nur geviertelt werden, Schale und Kernhaus stören nicht. Den Punsch vor dem Weiterverarbeiten durch ein feines Sieb gießen, damit die festen Bestandteile nicht im Kuchen landen.

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Zuletzt den Kuchen mit einem Schaschlikstäbchen großzügig anpiksen und mit dem Punsch tränken. Noch lauwarm servieren.

 

 

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Gegen den Herbstblues – Apfel-Kardamom Crash

Die letzten Blumen verblühen, der Nebel nebelt vor sich hin. Die Meisen streiten sich schon am Meisenknödel. Im Kühlschrank schrumpelige Rote Bete und Eier, im Schuppen jede Menge Äpfel. Das Ergebnis: mein Wunderheilmittel gegen den Herbstblues.

Zutaten:

200 g weiche Butter
200 g brauner Zucker
4 Eier (M)
250 g Mehl
50 g Stärke
3 EL Kakaopulver
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 ml Sauerrahm
1 TL Nelkenpulver
1 TL gemahlenen Kardamom
50 g gehackte dunkle Schokolade
100 g gehackte Walnüsse
100 g fein geraspelte rohe Rote Bete
400 g fein geraspelte Äpfel
1 Packung Schokoguss

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Eier nacheinander einrühren. Mehl, Stärke, Kakaopulver, Backpulver und Salz vermengen und zur Eiermasse geben. Sauerrahm und die Gewürze, Schokolade und Walnüsse einrühren. Zuletzt die geraspelte Rote Bete und die Äpfel hinzugeben. Den Teig in eine Springform (26 cm) geben und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad 1 Stunde backen.

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Nach dem Backen mit einem Messer den Rand von der Springform lösen und den Kuchen auskühlen lassen. Den Schokoguss im Wasserbad schmelzen und über dem Kuchen verteilen.

Fertig!

 

Übrigens: Kardamom gehört zu den Ingwergewächsen und soll gegen Magen-Darm-Beschwerden helfen. Der Kuchen also auch noch gesund, und das nicht nur für die Seele!

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Inspiriert hat uns das Lied „Auf der Heide blühn die letzten Rosen

 

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Apfel, Ingwer, Berberinnen

Apfel, Ingwer, Berberitzen

Apfelbaum

 

Hinter unserem Haus gibt es einen alten Pfarranger. Auf diesem Pfarranger steht ein Apfelbaum, ein wirklich großer Apfelbaum. Alles, was vom Baum fällt, ist zum Verzehr freigegeben. Nun ist es aber so, dass das Fallobst vom Pfarranger-Apfelbaum nicht viele Fans hat, durch Schönheit bestechen sie nämlich nicht.

 

Verkannte Schönheiten

 

 

 

 

 

Außer mir gibt es eigentlich nur noch winzig kleine Schnecken und Amseln, die sich für die Äpfel interessieren. Wenn man beim Schälen nicht mit den kleinen Mollusken in zu intimen Kontakt treten möchte, empfiehlt es sich, die Äpfel gründlich zu waschen.

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Essen Im Iran

Essen im Iran

_DSC3319Was fällt euch ein, wenn ihr an Persien, bzw. den Iran denkt? Zuerst vermutlich Boykott, Schah, Ayatollah und Kopftuch. Wenn alle politischen Assoziationen durch sind, kommen wahrscheinlich Rosen und die Gärten von Shiraz. Ist auch dieses Thema abgehackt, drängt sich die Frage nach dem Essen auf. Mit dem Essen hatte ich im Iran so meine ganz eigenen Begegnungen.

Teheran ist grüner als man denkt.

Teheran ist grüner als man denkt.

Los ging es eigentlich ganz harmlos, eben so, wie ich mir iranische Küche vorgestellt habe. In einem verträumten Garten, mitten in Teheran, gibt es ein kleines Café/Restaurant. Im Café Tehroon im Negarestan Garden werden wunderbare Gerichte serviert und ein Getränk, das geschmacklich ziemlich an Duschgel erinnert. Aber das ist eine andere Geschichte und die Iraner haben es geliebt. Überhaupt hat mich sehr überrascht, wie viele grüne Oasen es in Teheran gibt. Von den Gärten einmal abgesehen, gibt es ganze Straßenzüge, die Alleen gleich. Das Wasser kommt direkt aus den Bergen und wird über ein Kanalsystem in die Stadt geleitet. Die Bäume stehen quasi in den Kanälen und müssen dadurch nicht gegossen werden. Insgesamt eigentlich ziemlich schlau.

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Hochzeitstorte Südafrika

Wenn zwei heiraten

Hochzeitsreisetorte Südafrika

Was tun, wenn zwei es tun wollen? Unsere Freunde Betti und Dirk hatten beschlossen zu heiraten und zudem nach Südafrika zu fahren. Heiraten + Südafrika bedeutet eine Hochzeitsreisetorte Südafrika. Da der Handel auf derlei Wünsche nicht eingerichtet ist, sind wir selbst ans Werk, bzw. ans Wasserloch gegangen. Jetzt ist es nicht gerade so, dass der ortsansässige Spielzeughandel den großen Artenreichtum auf Lager hat, deshalb waren einige Stunden Internetrecherche und ein paar Telefonate nötig, um die Fauna zu komplettieren.

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Der Weg ins Paradies führt über einen Hefezopf

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Mit den Erinnerungen ist das ja so eine Sache, mein den Kindheitserinnerungen noch eine sehr viel komplexere. Meine alles beherrschende Kindheitserinnerung ist der immer vorhandene Hefezopf meiner Großmutter. Egal was kam, Hefezopf gab es immer. Am liebsten bestrich den Hefezopf mit Nutella, die Rosinen mussten natürlich vorher alle akribisch rausgepickt werden.

Mein Oma ist nun schon seit vielen Jahren tot – das Rezept nahm sie mit ins Grab. Vor 20 Jahren war Hefezopf nicht mein primäres Interesse und so kam es, dass der gute Zopf meiner Oma für immer mehr ins Reich der Legenden aufstieg.

Hefezopf

Wie es der Zufall nun so will, las ich letztes Wochenende einen Artikel von Philip Maußhardt in der taz. In dem Artikel ging es um die kulturgeschichtlichen Hintergründe des Hefezopfs,

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