Archiv für den Monat: April 2015

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Rhabarber Tarte vor Tulpenwald

Vor fast 15 Jahren ist mir ein Buch über die Kulturgeschichte der Tulpe von Anna Pavord geschenkt worden. Anne Pavord beschreibt in ihrem Buch, wie die Tulpe im 16. Jahrhundert aus der Türkei zu uns kam. 1559 sah der Zürcher Arzt und Botaniker Conrad Gesner die Blume zum ersten Mal in _DSC4267einem Garten in Augsburg. Gesner verfasste 2 Jahre später ein Buch über seine für ihn berauschende Begegnung mit der Tulpe – das erste schriftliche Zeugnis der Tulpe in Westeuropa.  Was darauf folgte, war ein richtiger Tulpenhype, der sich über ganz Europa ausbreitete. Noch keine 400 Jahre ist es also her, da wurden Tulpenzwiebeln mit Gold aufgewogen, heute stehen Tulpen in Krimskrams-Kisten für 0,99 Cent vor jedem Supermarkt. Über 5500 verschiedene Tulpen soll es laut Register der Königlichen Vereinigung der Blumenziebelzüchter geben. In meinem Garten stehen zwar keine 5500 Arten, die wenigen, die sich gegen die gemeine (hinterlistige) Nacktschnecke und die Wühlmäuse durchsetzen konnten, sind allerdings eine richtige Augenweide. Was hat jetzt die Tulpe mit dem Rhabarber zu tun? Nichts – außer, dass sie für mich ein untrügliches Zeichen dafür sind, dass der Frühling Einzug gehalten hat.

Mürbteig
100 g kalte Butter
70 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei (M)
200 g Mehl
30 g gemahlene Mandeln

Füllung
ca. 750 g Rhabarber (geputzt, geschält. Abgetropft sollen es ca. 500 g sein)
2 EL Zucker
1 Ei
200 ml Milch
1 Päckchen Puddingpulver
100 g Zucker
100 g weiße Schokolade, kleingehackt
50 g gemahlene Mandeln
Mark von einer Vanilliestange
30 g gefrorene Himbeeren

Butter, Zucker und Salz mit einem Knethaken verrühren. Das Ei hinzufügen. Zum Schluss Mehl und Mandeln  einkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank kühlen lassen.

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Gugelhupf und Ringelblume

Es ist immer wieder ein großer Spaß, die getrockneten Blumensamen aus dem letzten Jahr im Beet zu verteilen und zu hoffen, dass auch dieses Jahr was draus wird. Gratis quasi. _DSC6009Auf dem Gartentischbild sind die Ringelblumensamen unten rechts. Das braune Gestrüpp, das auf dem Tisch liegt, bringt diese wunderbaren Blumen hervor. Dieses Wochenende war es soweit –  die Samen der Ringelblume waren dran. Die Calendula offizinales vulgo Ringelblume wird in der Naturheilkunde gerne verwendet, u.a. bei Furunkel, Hautentzündungen und Quetschungen. Noch besser gefällt mir aber, was der Ringelblume in Sachen Wunderwirkung zugeschrieben wird.
Für Er liebt mich – er liebt mich nicht hat so manche Ringelblume ihr junges Leben gelassen. Jungfrauen, so die Sage, haben die Ringelblume zusammen mit Honig, Essig und anderen Kräutern verarbeitet, sich mit der Salbe eingerieben bevor sie schlafen gingen, noch kurz den Heiligen Lucas angerufen und gehofft, dass sie träumen würden, welcher Mann die große Liebe bringen würde. Ob auch Traumfrauen im Schlaf erschienen sind, ließ sich leider nicht herausfinden.
Bauern gehen mit der Ringelblume sehr viel gegenwartsorientierter um – hat die Ringelblume zwischen 6 und 7 Uhr schon geöffnet, wird es ein sonniger Tag. Ist die Ringelblume nach 7 Uhr noch geschlossen, kann mit Regen gerechnet werden. Für die Ringelblume benötigt man nicht_DSC6738 unbedingt einen eigenen Garten – sie lässt sich auch am Balkon anpflanzen oder aber in Grünstreifen kultivieren. Bringt man die Ringelblume wild aus, heisst die Sache Guerilla Gardening, geht man legal im städtischen Raum vor, nennt sich das Ganze Urban Gardening. Weiterlesen

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Frühlingsrolle

Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band_DSC2469
wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlgekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja Du bist’s!
Dich hab ich vernommen!
Eduard von Mörike (1804-1875)

Eigentlich bin ich für dieses wunderschöne Gedicht von Mörike schon ein bisschen zu spät dran – Veilchen, Osterglocken, Iris, Elfensporn und Schlüssel- und Gänseblümchen sind schon da, Märzenbecher, Krokusse und Schneeglöckchen schon wieder weg – macht aber nix, im nächsten Jahr kommen sie bestimmt wieder. Geträumt wird bei den Veilchen dieser Tage nicht mehr – die Mädels sind schon hochaktiv und duften mit all‘ den anderen Blumen um die Wette.
Passend zu den überall spür- und sichtbaren Frühlingsgefühlen nun auch meine Frühlingsrolle.

 Zutaten für die Frühlingsrolle

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Biskuit
5 Eier
1 Prise Salz
150 g Zucker
75 g Mehl
75 g Speisestärke

Füllung
400 g Sahne
2 Päckchen Sahnesteif
1 Päckchen Vanillezucker
150 g Erdbeeren
4 cl Grappa
50 g geraspelte, weiße Schokolade

Puderzucker zum Bestäuben
Veilchen, Schlüsselblümchen, Gänseblümchen zum Verzieren

Die Erdbeeren vom Strunk befreien, in kleine Stückchen schneiden und mit Grappa marinieren. Auf diese Art haben sie ein wenig Zeit, den Grappa so richtig aufzusaugen. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Weiterlesen

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