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Gugelhupf und Ringelblume

Es ist immer wieder ein großer Spaß, die getrockneten Blumensamen aus dem letzten Jahr im Beet zu verteilen und zu hoffen, dass auch dieses Jahr was draus wird. Gratis quasi. _DSC6009Auf dem Gartentischbild sind die Ringelblumensamen unten rechts. Das braune Gestrüpp, das auf dem Tisch liegt, bringt diese wunderbaren Blumen hervor. Dieses Wochenende war es soweit –  die Samen der Ringelblume waren dran. Die Calendula offizinales vulgo Ringelblume wird in der Naturheilkunde gerne verwendet, u.a. bei Furunkel, Hautentzündungen und Quetschungen. Noch besser gefällt mir aber, was der Ringelblume in Sachen Wunderwirkung zugeschrieben wird.
Für Er liebt mich – er liebt mich nicht hat so manche Ringelblume ihr junges Leben gelassen. Jungfrauen, so die Sage, haben die Ringelblume zusammen mit Honig, Essig und anderen Kräutern verarbeitet, sich mit der Salbe eingerieben bevor sie schlafen gingen, noch kurz den Heiligen Lucas angerufen und gehofft, dass sie träumen würden, welcher Mann die große Liebe bringen würde. Ob auch Traumfrauen im Schlaf erschienen sind, ließ sich leider nicht herausfinden.
Bauern gehen mit der Ringelblume sehr viel gegenwartsorientierter um – hat die Ringelblume zwischen 6 und 7 Uhr schon geöffnet, wird es ein sonniger Tag. Ist die Ringelblume nach 7 Uhr noch geschlossen, kann mit Regen gerechnet werden. Für die Ringelblume benötigt man nicht_DSC6738 unbedingt einen eigenen Garten – sie lässt sich auch am Balkon anpflanzen oder aber in Grünstreifen kultivieren. Bringt man die Ringelblume wild aus, heisst die Sache Guerilla Gardening, geht man legal im städtischen Raum vor, nennt sich das Ganze Urban Gardening. Einen Versuch ist es in jedem Fall wert, auch wenn ich die Grünstreifenpflanzen nicht mehr essen würde. Denn schön anzusehen sind sie aber in jedem Fall.

Zutaten:
500 g Mehl
80 g Zucker
1 Würfel frische Hefe
1 Prise Salz
100 g Joghurt
4 cl Rum
100 ml Distelöl
2 Eier (M)
Abrieb einer Biozitrone
Puderzucker zum Bestäuben

Zuerst gilt es, einen Vorteig anzusetzen. Dazu wird zuerst das Mehl mit dem Zucker in eine Schüssel gegeben und vermengt. Dann wird die Hefe in ca. 100 ml warmen Wasser aufgelöst. Das Wasser darf wirklich nur warm sein, ist es zu heiss, sterben die Hefepilze
ab und aus ist es mit dem Hefeteig. In die Mehlzuckermischung eine kleine Kuhle drücken, die Hefe reingießen und den Vorteig an einem warmen Ort abgedeckt 10 Minuten gehen lassen. Nun werden die restlichen Zutaten zum Vorteig gegeben und zu einem Teig geschlagen. Abdecken, 30 Minuten warten und weiter kann es gehen.

Der Teig wird zum Backen in eine Gugelhupfform gegeben, die vorher mit Öl ausgestrichen worden ist. Bei 175 Grad dauert das 40 Minuten.
Nach dem Backen bleibt er noch ungefähr 15 Minuten in der Form und wird dann auf ein Auskühlgitter gestürzt. Wenn er abgekühlt ist, mit Puderzucker bestäuben.

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