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Erdbeer-Melonenkuchen „Inner Secret“

Erdbeerkuchen ist mein ganz besonderer Liebling. Ob es an der Farbe liegt oder am Geschmack – so genau lässt sich das gar nicht sagen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich als Kind jedes Jahr einen Erdbeerkuchen zu Geburtstag bekam. Geburtstag habe ich Mitte Mai, also dann, wenn die Frühjahrsblüher so richtig loslegen. Ich könnte heute noch schwören, dass meine Mutter an meinem Geburtstag immer zum Erdbeerfeld gefahren ist und die Beeren frisch gepflügt auf meinen Kuchen kamen. Vermutlich waren die Erdbeeren damals einfach früher reif, wie sonst könnte es sein, dass dieser Tage gerade einmal zarte Blüten zu sehen sind, von fruchtigen Erdbeeren noch weit entfernt.

Soweit zum Thema „Verklärung der Kindheit“. Hier aber nun ein ausgesprochen leckeren Erdbeer-Melonenkuchenrezept mit gekauften Erdbeeren.

Zutaten:

125 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Zucker
4 Eier, M
30 ml Distelöl (3 EL)
20 ml Apfelessig (2 EL)
1 Prise Salz

40 g Butter
40 g Zucker
60 g gemahlene Mandeln

500 g Erdbeeren
1 kleine Wassermelone (Sorte mit wenig Kernen)
1 Päckchen roten Tortenguss
1 paar Pfefferminzblättchen

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Dann das Mehl mit dem Backpulver mischen. Anschließend den Zucker, die Eier, das Öl, den Essig und das Salz hinzugeben und alles mit dem Handrührgerät ordentlich verrühren.

Die Obstkuchenform einfetten. Den Teig in die Obstkuchenform (28 cm) geben und glattstreichen. Die Kuchen in den Backofen geben und ca. 15 Minuten backen. Nach dem Backen den Kuchenboden auf ein Backpapier stürzen und auskühlen lassen.

Jetzt kommt das „Inner Secret“, nämlich die Mandelkrokantschicht. Durch die kleine Zwischenschicht weicht der Kuchen nämlich nicht so leicht durch. Dazu wird die Butter in einer beschichteten Pfanne verflüssigt und anschließend der Zucker eingerührt. Nun muss ständig gerührt werden, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Dann die Mandeln zur Karamellmasse geben, ca. 5 Minuten rühren, bis die Mandeln die gesamte Butter-Zucker-Masse aufgesogen haben. Die Masse noch warm auf den Obstboden verteilen.

Die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren. Die Wassermelone aufschneiden, mit einem Melonenkugelstecher kleine Kugeln ausstechen und im Sieb abtropfen lassen. Den Fruchtsaft auffangen und zur Zubereitung des Tortengusses verwenden.

_DSC5522Die Erdbeerstückchen und die Melonenkugeln auf dem Kuchen verteilen und ein paar Minzblättchen dazwischenlegen. Den Tortenguss nach Packungsanleitung zubereiten. Für ungefähr die Hälfte der benötigten Flüssigkeit Melonensaft verwenden. Mit einem Löffel den Tortenguss vorsichtig über die Früchte verteilen. Den Kuchen kurz kaltstellen bis der Guss ganz ausgehärtet ist.

Farblich passt zu diesem Kuchen ganz großartig ein Schilcher Rosé, geschmacklich ein Marokkanischer Minztee oder einfach nur ein Tässchen Kaffee.

 

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Rhabarber Tarte vor Tulpenwald

Vor fast 15 Jahren ist mir ein Buch über die Kulturgeschichte der Tulpe von Anna Pavord geschenkt worden. Anne Pavord beschreibt in ihrem Buch, wie die Tulpe im 16. Jahrhundert aus der Türkei zu uns kam. 1559 sah der Zürcher Arzt und Botaniker Conrad Gesner die Blume zum ersten Mal in _DSC4267einem Garten in Augsburg. Gesner verfasste 2 Jahre später ein Buch über seine für ihn berauschende Begegnung mit der Tulpe – das erste schriftliche Zeugnis der Tulpe in Westeuropa.  Was darauf folgte, war ein richtiger Tulpenhype, der sich über ganz Europa ausbreitete. Noch keine 400 Jahre ist es also her, da wurden Tulpenzwiebeln mit Gold aufgewogen, heute stehen Tulpen in Krimskrams-Kisten für 0,99 Cent vor jedem Supermarkt. Über 5500 verschiedene Tulpen soll es laut Register der Königlichen Vereinigung der Blumenziebelzüchter geben. In meinem Garten stehen zwar keine 5500 Arten, die wenigen, die sich gegen die gemeine (hinterlistige) Nacktschnecke und die Wühlmäuse durchsetzen konnten, sind allerdings eine richtige Augenweide. Was hat jetzt die Tulpe mit dem Rhabarber zu tun? Nichts – außer, dass sie für mich ein untrügliches Zeichen dafür sind, dass der Frühling Einzug gehalten hat.

Mürbteig
100 g kalte Butter
70 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei (M)
200 g Mehl
30 g gemahlene Mandeln

Füllung
ca. 750 g Rhabarber (geputzt, geschält. Abgetropft sollen es ca. 500 g sein)
2 EL Zucker
1 Ei
200 ml Milch
1 Päckchen Puddingpulver
100 g Zucker
100 g weiße Schokolade, kleingehackt
50 g gemahlene Mandeln
Mark von einer Vanilliestange
30 g gefrorene Himbeeren

Butter, Zucker und Salz mit einem Knethaken verrühren. Das Ei hinzufügen. Zum Schluss Mehl und Mandeln  einkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank kühlen lassen.

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